Bürgermeisterwahl 2026 in Wildeshausen: Viel erreicht – Keine erneute Kandidatur

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach 12 tollen aber auch sehr arbeitsreichen Jahren als Bürgermeister ist für mich der Zeitpunkt gekommen jetzt erst einmal inne zu halten und mir wieder mehr Zeit für mich und meine Familie zu nehmen.

Ich habe mich daher entschieden, im September 2026 nach zwei ereignisreichen und, wie ich finde, durchaus erfolgreichen Amtsperioden nicht erneut als Bürgermeister zu kandidieren.

Meinem Nachfolger/meiner Nachfolgerin kann ich dabei zum 01. November 2026 eine sehr gut aufgestellte Stadt mit einer hochmotivierten, mir über die Jahre ans Herz gewachsenen Stadtverwaltung (einschl. Außenstellen) übergeben.

In den vergangenen 12 Jahren ist es mir, dem Rat und der Verwaltung gelungen, unsere schöne Stadt in nahezu jeder Hinsicht für die Zukunft zu rüsten und vor allem bestens geordnete finanzielle Verhältnisse zu schaffen.

So konnten wir das städtische Haushaltsvolumen von knapp 35 Millionen Euro im Jahre 2014 auf über 70 Millionen Euro im Jahre 2026 ausbauen. Im gleichen Zeitraum ist es uns gemeinsam gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung in herausragender Weise, nämlich von 503 € (2014) auf weniger als 95 € (Ende 2025) zurückzuführen. Damit steht die Stadt finanziell im Vergleich wirklich gut da und hat auch in Zukunft Spielräume für notwendige Investitionen. Ein besonderer Dank gilt hier u. a. der Wildeshauser Wirtschaft, denn die Gewerbesteuer ist zwischenzeitlich auf über 20 Millionen € jährlich angewachsen (von 8 Mio. € in 2014).

Aber auch jenseits der wirtschaftlichen Lage ist die Stadt, gerade auch im Vergleich zu anderen Kommunen, hervorragend aufgestellt. Die in den Jahren 2018 und 2022 eingeführten Stadtentwicklungskonzepte „Wildeshausen 2030“ und vor allem „Wildeshausen 2030 +“ haben Wildeshausen als älteste Stadt im Oldenburger Land sichtbar und zukunftsfähig gemacht. Die Konzepte haben dazu beigetragen, dass wir für die Stadt viele Millionen Euro Fördergelder für Maßnahmen der Stadtentwicklung erhalten haben. Die Innenstadt verfügt über einen engagierten und gut funktionierenden Einzelhandel, ihr historisch gewachsenes Erscheinungsbild vermittelt eine hohe Aufenthaltsqualität – und ist weit über die Stadtgrenzen hinweg bei Jung und Alt beliebt.

Mit dem Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses zum Informationszentrum zum Thema Urgeschichte, der Umgestaltung der Burgwiese und dem historischen Pumpenprojekt konnten wir in der jüngsten Vergangenheit besondere Highlights schaffen, um die uns andere Kommunen wirklich beneiden. Hinzu kommt ein neues Stadtmarketing, dass über das ganze Jahr hinweg tolle Aktivitäten entwickelt und unsere Stadt so zu einem lebens- und erlebenswerten Ort macht.

Wir haben unser Freibad mit vertretbaren Kosten saniert und zu einer schönen Sport- und Freizeiteinrichtung ausgebaut und den Wohnmobilstellplatz im Krandel neu hergerichtet, und damit nicht nur für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Besucherinnen und Besucher Anziehungspunkte geschaffen, die Menschen und damit Kaufkraft in die Stadt bringen.

Außerdem konnten wir in den letzten Jahren den Bildungs- und Gesundheitsstandort Wildeshausen weiter stärken. Die Containerklassen im Bereich der Grundschulen und der Realschule sind abgebaut, die Mensa im Bereich der Hauptschule ist aufgestockt und mit dem Ausbau des Ganztagsangebotes (Neubau Mensa Wallschule) in den Grundschulen ist begonnen worden, damit wir pünktlich zum Schuljahresbeginn 2026/27 mit diesem Angebot starten können. Hinzu kommt der Neubau der Kita „Weizenwichtel“, die wir 2022 feierlich einweihen konnten. Den Ausbau des Krankenhauses Johanneum unterstützen wir mit einem Zuschuss von 1 Million €. Damit sichern wir viele hochwertige Arbeitsplätze und den wichtigen Krankenhausstandort in der Stadt.

Aktuell sind wir zudem „Leuchtturmkommune“ im wahrsten Sinne des Wortes geworden mit unserem Katastrophenschutzprojekt, für das wir im Jahre 2025 den Thorsten-Bullerdiek-Preis des Städte- und Gemeindebundes in Göttingen erhalten haben. Zusammen mit unseren neuen Hochleistungssirenen sind wir auch in einem Krisenfall vergleichsweise gut aufgestellt.

Besonders wichtig ist mir dabei vor alldem unsere hervorragend ausgestattete Feuerwehr, die im Jahre 2017 das neu eingeweihte Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch beziehen konnte und die nunmehr über die neue Ausrüstung und neueste Fahrzeuge verfügt. Die Feuerwehr in Düngstrup wird alsbald ebenfalls ein neues Feuerwehrhaus erhalten, worüber ich mich ebenso besonders freue.

Die Liste dessen, was wir alles umgesetzt und angeschoben haben, ist weitaus länger, als das, was bisher ausgeführt wurde. Mein besonderer Dank gilt hier insbesondere meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die dieses so nicht möglich gewesen wäre.

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich mich weiter dem Diakoniegelände, der Lohgerberei und auch der Herrlichkeit widmen, damit es dort mit den für die Stadt so wichtigen Projekten ebenfalls weiter voran geht – genauso, wie mit der Instandsetzung unseres historischen Rathauses.

Jens Kuraschinski